|
Liebe Leser, zwei Aufsätze
warten darauf, gelesen zu werden.
ZEIT
– RICHTUNG – ALTER
Die
Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im
Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige,
unumkehrbare Richtung. Aus einer philosophischen Perspektive ist
Zeit das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit
kommend zur Zukunft hin. Für Aristoteles ist der Zeitbegriff
untrennbar an Veränderungen gebunden, Zeit ist das Maß jeder
Bewegung und kann nur durch diese gemessen werden.
–
Mit der Richtung kann die Position oder
das Bewegungsziel eines Ortes, Objektes, Subjektes oder
Gegenstandes beschrieben werden. Die Richtung kann abhängig von
der aktuellen Bewegung oder eigenen Standpunkts (z. B. links und
rechts, oben, unten, geradeaus), in Bezug auf ein Objekt oder
anderen Ort (z. B. in Richtung des Berges, in Richtung Hamburg)
oder in Bezug auf die Erdachse (Norden, Osten, Süden, Westen)
beschrieben werden.
–
Unter dem Alter versteht man den
Lebensabschnitt rund um die mittlere Lebenserwartung des
Menschen, also das Lebensalter zwischen dem mittleren
Erwachsenenalter und dem Tod. Das Altern in diesem
Lebensabschnitt ist meist mit einem Nachlassen der Aktivität und
einem allgemeinen körperlichen Niedergang verbunden.
In drei Briefen an einen Sohn
geht ein Vater von weniger
philosophischen Grundlagen aus; er sieht die Begriffe mehr unter
Aspekten der Menschheitsgeschichte.
In der Entwicklung dieser Begriffe spielen
immer wieder mythische oder religiöse Ansichten eine wichtige
Rolle. Sie sind die Quellen unserer Kultur, und vieles, was wir
darin finden, geht auf forschende Beobachtungen zurück; sie
halfen den frühen Menschen, elementare Urängste zu verstehen und
zu überwinden.
Das
Lächeln der Aphrodite
– oder
kleine Kulturgeschichte der Seefahrt
Europa ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Sie ist die
Tochter des phönizischen Königs Agenor und der Telephassa. Der
oberste Gott Zeus verliebte sich in sie. Er verwandelte sich
wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote
Hermes trieb eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon
spielenden Europa, und der Zeus-Stier entführte sie auf seinem
Rücken. Er schwamm mit ihr an einen Strand auf der Insel Kreta,
wo er sich zurückverwandelte. Der Verbindung mit dem Gott
entsprangen drei Kinder. Auf Grund einer Verheißung der
Aphrodite wurde der fremde Erdteil nach Europa benannt.
Und
wahrlich: Die Geschichte Europas ist die Geschichte der Menschen
auf dem europäischen Kontinent, von dessen erster Besiedlung,
die zwischen 45 000 und 25
000 v. Chr.
stattfand, bis zur Gegenwart.
Die
klassische Antike begann im antiken Griechenland, das im
Allgemeinen als der Beginn der westlichen Zivilisation angesehen
wird und einen immensen Einfluss auf Sprache, Politik,
Erziehungssysteme, Philosophie, Naturwissenschaften und Künste
ausübte. Die griechische Kultur, die sich während des
Hellenismus über weite Teile der östlichen Mittelmeerwelt
ausgebreitet hatte, wurde vom Römischen Reich übernommen, das
sich nach der Eroberung Italiens seit dem 3. Jahrhundert v. Chr.
von Italien aus nach und nach über den gesamten Mittelmeerraum
ausbreitete und im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. seine größte
Ausdehnung erreichte. Damals wurden die Fundamente gebaut, auf
denen der kleine Kontinent EUROPA zur führenden Macht in der
Welt wurde, um nach dem 20. Jahrhundert mehr und mehr von seinem
Einfluss auf der Weltbühne einzubüssen . . .
INHALT
Europa und der Stier, Seite 1
Europa, die westliche Halbinsel Asiens, Seite 2
»Mare nostrum«, Seite 8
Weihrauch und Perlen, Bernstein und Zinn, Seite 18
Die
Seidenstrasse, Seite 29
Marco Polos Reisen nach China, Seite 36
Die
karthographische Erfassung der Erde, Seite 43
Die
Akademie zu Sagrés, Seite 56
Wie
gross ist der Globus? Seite 88
Die
Suche nach »Eugenia caryophyllata«, Seite 99
Die
Rückseite der Erde, Seite 110
Freibeuter Ihrer Majestät, Seite 119
Auf
dem Weg in die moderne Welt, Seite 132
Die
Suche nach den Grenzen, Seite 145
Sind Indianer Menschen? Seite 146
Bemerkung: Sie können im PDF-Text jede Seite suchen, wenn Sie
Bearbeiten und Suchen anklicken und dann oben rechts in das
Suchfeld "Seite xx" eingeben.
|
Die nächste Ausgabe der »kompassrosen« lesen Sie hier am 1. März 2012.

Wenn Sie den Mauszeiger auf eine Abbildung legen, erscheint
eine Bildlegende. |
|
| |
|
|
|